Montag, 16. Mai 2011

Wind

Verregnete Tage stören normalerweise nicht,
doch das ist anders, wenn das Herz die Sonne vermisst.
Man weiß, dass sie da ist, und man weiß, das dunkle Wetter zieht weiter;
So ist nunmal das Leben: Mal wunderbar Sonnig, mal Wolkig bis Heiter.
Ist doch normal, dass man manche Dinge nicht begreift,
ganz normal, dass man ab und zu nicht weiter weiß.
Es ist okay, wenn man mal vor Gedanken nicht pennt,
wenn man an allem zweifelt und sich total verrennt;
denn die Hauptsache ist, dass man sich selbst noch erkennt.
Sich zu verstellen nur um anderen zu Gefallen, zu lachen,obwohl man eigentlich weinen mag, 
macht aus einem schönen, sorgenfreien, schnell nen' grausamen Tag.
Eigentlich ist's bei uns genau wie bei der Witterung,
alles in Ordnung, doch plötzlich schlägts um.
Das alles passiert, wegen einer so kleinen Sache, die so großes bewegt,
Das alles passiert nur, weil der Wind uns trägt.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Von wenn und aber



Ich denke, jeder kennt das: Man liegt nachts wach und stellt sich tausende Fragen.
Und ich wette, dass jeder Mensch sich schonmal gefragt hat: "Was wäre, wenn..?"
Man fragt sich:
"Was wäre, wenn ich das anders gemacht hätte?"
"Was wäre, wenn morgen gestern wär?"
"Was wäre, wenn morgen die Welt untergeht?"
Wie gesagt, tausende Fragen.
Ich frage mich manchmal, wenn mir alles zu kompliziert ist: "Was wäre, wenn das Leben einfach wäre? Wenn man alles hinbekommt und einem keine Steine in den Weg gelegt werden? Wenn man wunschlos glücklich wäre und das Leben perfekt scheinen würd?"
ABER wäre das gut? Würde es alles einfacher machen und Fragen beantworten?
Würde man sich dann nicht fragen: "Was wäre, wenn es mehr Herausforderungen gäbe? Wenn es manchmal schwierig und knifflig wär, wie bei einem Rätsel? Was wäre, wenn man einfach eine Schwierigkeitsstufe höher stellen könnte um sich selbst zu beweisen, dass man mehr kann, dass es mehr gibt?"
Ich weiß es nicht.
ABER genau aus diesem Grund werden die Karten jeden Tag neu verteilt. Der eine bekommt die Karte mit der Aufrschrift "kompliziert", der andere die, mit der Aufschrift "einfach"
Und so kommt es, dass man sich immer wieder fragt und fragen wird: "Was wäre, wenn..?"

Montag, 2. Mai 2011

Farben gegen Vorurteile

Ich sag, dass ich dich nicht mag
Nicht weil du ne Glatze hast, und Springerstiefel trägst, sondern weil du gewisse Worte nicht verstehst.
Worte wie Toleranz, wie Freiheit, Gleichheit, Akzeptanz.
Mach nicht so'n Affentanz!
Du hast dein Hirn aus, dafür beim schlafen Licht an; hälst dich für hart, doch bist in echt ein Witz, man!
Wehrlose Menschen schlagen, ohne nen' Grund zu haben, ist ungefähr so hart wie Party in nem' Kindergarten.
Doch jetzt ist Schluss damit, mit eurem braunen Wahn,
Farben gegen Vorurteile,
Wir wolln' es bunt ham'!
Ihr sagt ihr braucht das nicht, wollt lieber scheiße bleiben, euch mit Parolen gröln' die Zeit vertreiben,
Ich sag die Zeit wirds zeigen: Vorurteile gehn' und Farben bleiben!
Farben gegen Vorurteile!

Sonntag, 1. Mai 2011

Weltkritik.

Es ist ruhig in der Stadt  tausend Leichen hängen  in den Bäumen
Es sind die Leichen von tausenden gestorbenen Träumen
Die Welt, sie atmet, der Wind fegt durch die Straßen
Er trägt Worte mit sich, die wir fast schon vergaßen
Worte wie Freundschaft, Vertrauen, Liebe,Verlass
Doch in dieser Welt seh ich oft nur den Hass, ich spür die Kälte der Menschen
Eine Welt ohne Grenzen.
Bald werden Nachts keine Sterne mehr strahlen, wofür auch, wenn es kaum einer sieht?
Heutzutage blickt man viel zu selten in den Himmel und zu oft auf Krieg
Zu oft sieht man Bilder von Schmerz und Trauer
und mit jedem mal wird selbst ein sonniger Tag grauer.
Ich hab angst zu verlieren, was ich Liebe, angst alleine zu sein in einer Welt, in der es morgens dunkel wird statt hell
Ich glaub an nicht viel, aber ich glaub an Gefühle
Und ich hoffe, dass das reicht damit ich nicht auch Unterkühle.